Die Bauinvestitionen in Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Infrastruktur ziehen an. Laut der neuen Konjunkturprognose von Byggföretagen (der schwedische Verband der Bauunternehmen) steigen die Investitionen 2026 und 2027 jährlich um vier Prozent, was insgesamt einem Plus von über acht Prozent entspricht.

Catharina Elmsäter-Svärd, Geschäftsführerin von Byggföretagen, erklärt: „Wir beobachten eine Erholung in allen Bereichen der Bauindustrie. Das ist eine gute Nachricht für das gesamte Wirtschaftswachstum in Schweden.‟

Steigende Investitionen bis 2027

Die gesamten Bauinvestitionen in Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Infrastruktur werden 2027 voraussichtlich 704 Milliarden schwedische Kronen erreichen. Die Entwicklung wird vor allem von Investitionen in kritische öffentliche Infrastruktur, steigenden Ausgaben für Nichtwohngebäude und einer Zunahme beim Wohnungsbau getragen.

„Im Infrastrukturbereich steigen die Investitionen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor. Besonders deutlich ist das Wachstum bei Wasser- und Abwasserprojekten, im Energiesektor und beim Schienenverkehr, während der Straßenbau nur begrenzt zunimmt‟, so Elmsäter-Svärd.

Auch die Investitionen in Nichtwohngebäude steigen nach vorangegangenen Rückgängen wieder an.
Staatliche Ausgaben für Verteidigung und Justizvollzug treiben die Entwicklung in diesem Jahr. Im kommenden Jahr werden Industrieprojekte und private Akteure stärker an Bedeutung gewinnen.

Wohnungsbau erholt sich schrittweise

Die Neubautätigkeit im Wohnungsbau lag in den vergangenen Jahren auf niedrigem Niveau. Die moderate Erholung, die 2025 eingesetzt hat, setzt sich jedoch fort. Byggföretagen prognostiziert für dieses Jahr 33.500 Baubeginne bei Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern, 2027 sollen es 35.900 sein.

Catharina Elmsäter-Svärd, Vorsitzende des Branchenverbands Byggföretagen. Bild: Byggföretagen

„Das vergleichsweise niedrige Zinsniveau, gelockerte Amortisationsregeln und steigende Einkommen ermöglichen mehr Haushalten den Kauf einer neuen Wohnung. Der Neubau wird voraussichtlich stärker wachsen als die Modernisierung‟, meint die Geschäftsführerin von Byggföretagen.

Mehr Beschäftigung in der Bau- und Infrastrukturbranche

Die Erholung schafft auch neue Arbeitsplätze. Zwischen 2025 und 2027 steigt die Beschäftigung um 2,7 Prozent – das entspricht fast 10.000 zusätzlichen Arbeitskräften. „Jede geleistete Arbeitsstunde zählt. Gewerkschaftliche und politische Forderungen nach verkürzten Arbeitszeiten kommen zur Unzeit, wenn die gesamte Bauindustrie bereit ist, hochzufahren.‟

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd

Die globale Wirtschaft ist weiterhin geprägt von geopolitischen Spannungen, Handelsbarrieren und volatilen Energiepreisen. Gleichzeitig gilt die schwedische Wirtschaft als gut gerüstet für die anhaltende Unsicherheit.

Byggföretagen erwartet ein Wachstum des schwedischen Bruttoinlandsprodukts um 2,6 Prozent im Jahr 2026 und um 2,7 Prozent im Jahr 2027.

Quelle: Byggföretagen

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