Dansk Håndværk und die Baugruppe der Gewerkschaft 3F haben eine neue Tarifvereinbarung abgeschlossen, die unter anderem die Balance zwischen Berufsleben und Freizeit verbessern und den organisierten Arbeitsmarkt stärken soll.

In der Vereinbarung steigt die Mindestvergütung in den kommenden drei Jahren um 10,75 DKK pro Stunde.

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Neue Branchenstandards für das dänische Baugewerbe

„Mit dieser Tarifvereinbarung setzen Dansk Håndværk und die Baugruppe von 3F einen neuen Standard für die Bau- und Anlagenbranche”, sagt Morten Frihagen, Direktor bei Dansk Håndværk (dem dänischen Handwerksverband), zur neuen Tarifvereinbarung für rund 3.000 Beschäftigte im Bau- und Anlagenbereich.

„Die Vereinbarung sichert sowohl wirtschaftliche Stabilität als auch eine bessere Balance zwischen Arbeit und Familienleben. Sie fokussiert auf den organisierten Arbeitsmarkt zum Vorteil der Unternehmen und der etwa 3.000 Mitarbeiter, die unter dieser Tarifvereinbarung arbeiten.”

Claus Von Elling, Vorsitzender der Baugruppe von 3F, ergänzt: „Die Tarifvereinbarung ist das Ergebnis konstruktiver Verhandlungen. Sie spiegelt den Bedarf der Branche wider, mit der Zeit zu gehen und die Balance zwischen Arbeit und Familienleben zu stärken. Gleichzeitig stellt sie den organisierten Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt.”

Lohnentwicklung folgt allgemeinem Trend

Weiter wird mitgeteilt, dass die wirtschaftlichen Aspekte der Vereinbarung der Lohnentwicklung auf dem übrigen Arbeitsmarkt folgen: Die Mindestvergütung steigt in den kommenden drei Jahren um 10,75 Kronen pro Stunde, was allen unter der Tarifvereinbarung Beschäftigten eine Lohnsteigerung bringt.

Die Preislisten folgen der Vereinbarung zwischen der Baugruppe von 3F und DI Byggeri (dem dänischen Industrieverband Bau) und steigen im Zeitraum um 8,43 Prozent. Der Minutenfaktor wird jährlich um 0,08 DKK erhöht.

Die besondere Lohnrücklage steigt ebenfalls, und die Renteneinzahlung steigt im Zeitraum auf 11,4 Prozent.

Die Akkordausgleichszulage wird zweimal um 0,75 Kronen erhöht und soll sicherstellen, dass die Löhne und Zulagen der Mitarbeiter der Preisentwicklung folgen und somit ihr Reallohn erhalten bleibt.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die neue Tarifvereinbarung macht auch einen zusätzlichen Schritt hin zu einer verbesserten Balance zwischen Berufsleben und Familienleben mit besseren Regelungen für den dritten Krankheitstag des Kindes und der Einführung von Großelternbetreuungstagen.

Gleichzeitig enthält die Vereinbarung eine erhöhte Zulage für Arbeitsumfeld-Vertreter, damit diese ihre Rolle besser wahrnehmen können.

Ebenso verbessert die neue Tarifvereinbarung die Regeln für die Wahl von Vertrauensleuten und sichert diesen das Recht auf die erforderliche Zeit mit Lohn zu, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Als Neuerung haben die Parteien eine Vereinbarung über eine erweiterte Zusammenarbeit bei der Organisation von Unternehmen und Mitarbeitern sowie bei Weiterbildung und fachlicher Aktualisierung getroffen. Jährlich werden 1 Million Kronen aus dem Kooperationsfonds des Handwerks bereitgestellt, um diese Arbeit zu stärken, sodass sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte von einer engeren Zusammenarbeit und mehr gemeinsamen Initiativen profitieren.

Die Tarifvereinbarung wird im Laufe des Frühjahrs zur Abstimmung gestellt.

Quelle: Dagens Byggeri

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