Die schwedische Verkehrsverwaltung Trafikverket modernisiert weiterhin die Instandhaltung des Schienennetzes und investiert in drei neue Instandhaltungszüge – mit einer Option auf zwei weitere. Diese Investition bedeutet eine deutliche Verbesserung der Arbeitsumgebung und der Sicherheit. Die Gesamtkosten für die Grundbestellung einschließlich zehnjähriger Wartung der Fahrzeuge belaufen sich auf eine Milliarde schwedische Kronen.

Grundlage: erfolgreiche Tests mit Mietzügen
Nach mehreren Jahren mit Testeinsätzen gemieteter Instandhaltungszüge zeigt sich: Die Arbeiten können schneller, präziser und deutlich sicherer für das Personal durchgeführt werden. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für die aktuelle Investition, die laut Trafikverket einen hohen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bringt und die operative Fähigkeit stärkt, den bestehenden Wartungsrückstand bis 2050 aufzuholen.
„Dies ist ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, die Instandhaltung effizienter zu gestalten und gleichzeitig ein sicheres und attraktives Arbeitsumfeld für alle im Gleisbereich Tätigen zu schaffen. Die Investition ist zudem ein zentraler Bestandteil der Modernisierung der Bahnwartung und unserer langfristigen Arbeit für ein robustes und leistungsfähiges Schienennetz der Zukunft“, sagt Roberto Maiorana, Generaldirektor von Trafikverket.
Langfristige Investitionsstrategie bis 2050
Die Investition umfasst drei Instandhaltungszüge in der Grundbestellung, inklusive zehnjähriger Wartung der Fahrzeuge, mit einem Gesamtwert von rund einer Milliarde Kronen. Trafikverket hat zudem die Möglichkeit, über eine Option zwei weitere Züge zu bestellen.
Im nationalen Verkehrsplan für die Jahre 2026–2037 sind Investitionen und Wartungsausgaben für das Schienennetz in Höhe von rund 500 Milliarden Kronen vorgesehen. Der Wartungsrückstand soll schneller als bisher abgebaut und bis spätestens 2050 vollständig aufgeholt werden – vorausgesetzt, dass Finanzierung und Koordination weiterhin sichergestellt sind und der Bahnbetrieb während der Maßnahmen aufrechterhalten werden kann.
Verbesserte Arbeitsbedingungen und höhere Sicherheit
Die neuen Instandhaltungszüge bedeuten eine deutliche Verbesserung der Arbeitsumgebung. Sie verringern schwere Hebetätigkeiten und reduzieren Risiken bei Arbeiten im Gleisbereich. Dies schafft einen sichereren Arbeitsplatz und erleichtert sowohl die Personalgewinnung als auch die langfristige Nachhaltigkeit im Bereich der Bahninstandhaltung.
Dank der neuen Züge wird die Instandhaltung effizienter, schneller und planbarer durchführbar. Dies führt zu weniger Störungen im Personen- und Güterverkehr. Die Erfahrungen mit zuvor eingesetzten Mietzügen zeigten bereits sehr gute Ergebnisse hinsichtlich Qualität, Kapazität und Pünktlichkeit der Maßnahmen.
Hintergrund zur Ausschreibung
- Die Ausschreibung umfasst drei Instandhaltungszüge, mit Option auf zwei weitere.
- Die Auslieferung des ersten Zuges ist für das Jahr 2030 geplant.
- Die Fahrzeuge werden mit ETCS ausgerüstet, um auf Strecken mit ERTMS betrieben werden zu können.
- Die Züge verfügen über Stromabnehmer für den elektrischen Betrieb sowie über einen Verbrennungsmotor – ein klimafreundlicherer Ansatz.
- Die Ausschreibungsunterlagen wurden im Juni 2025 verschickt, die Verhandlungen fanden im Herbst statt, und der Vertrag wurde im November 2025 vergeben.
- Die Investition ist Teil der Strategie von Trafikverket, die Robustheit, Pünktlichkeit und Umsetzungskraft in der Bahnwartung zu erhöhen.
Quelle: Trafikverket