Der dänische Branchenverband Dansk Byggeri hat einen Katalog von 12 konkreten Vorschlägen veröffentlicht, mit dem die Aktivitäten in der Baubranche angeregt werden können.

Die Maßnahmen würden bis Ende 2020 und bis in 2021 hinein die Aktivitäten erhöhen. Zehn der vorgeschlagenen Maßnahmen seien keine „Hilfspakete‟, sondern Investitionen und notwendige gesellschaftliche Aufgaben, die gelöst werden müssten, meint Dansk Byggeri.

Insgesamt könnten die Vorschläge 13.700 Vollzeitbeschäftige im Bau sowie 7.000 weitere Arbeitsplätze in anderen Branchen (Beratung, Lieferanten, Logistik) bringen.

Würden alle Vorschläge so umgesetzt, würden Staat, Regionen und Kommunen ca. 18 Mrd. DKK (2,42 Mrd. EUR) investieren müssen.

Klimasanierungen öffentlicher Gebäude

Die 12 Vorschläge wurden in vier Abschnitte gruppiert:

  • Klima, Energie und Bau (4)
  • Infrastruktur und Klimasicherung (3)
  • Steuern und Abgaben (3)
  • Finanzierung, Kredite und Exportberatung (2)

Einer der Vorschläge sieht energetische und klimatechnische Sanierung von Gebäuden vor. Der Staat, die Regionen und die Kommunen verwalten rund 40.000 Gebäude, von denen zwei Drittel vor 1980 gebaut wurden – also bevor Energieanforderungen in den Bauvorschriften geregelt wurden.

Höherer, besserer Steuerabzug für Handwerkerleistungen

Auch der Steuerabzug für Handwerkerleistungen soll nach dem Vorschlag von Dansk Byggeri verbessert werden. Der private Renovierungsmarkt sei vollständig eingebrochen, und die Handwerker berichten, viele Kunden hätten ihre Aufträge aufgrund von Unsicherheit über ihre Jobs und finanzielle Situation storniert.

Gleichzeitig sei der Renovierungbedarf gerade bei älteren Einfamilienhäusern sehr groß. Deshalb schlägt Dansk Byggeri vor, den Handwerkerabzug dauerhaft zu ändern, sodass der Abzug für drei Jahre innerhalb desselben Kalenderjahrs geltend gemacht werden kann. Der Abzug soll von 25 % auf 50 % erhöht und die Obergrenze für 2020 ausnahmsweise auf 25.000 DKK pro erwachsener Person im Haushalt festgelegt werden. So könnten auch größere Renovierungsprojekte umgesetzt werden.

Aktivierung der Gelder im Landesbaufonds

72.000 ältere Wohneinheiten sollen insgesamt mit den Geldern aus dem Landesbaufonds renoviert werden. Das entspricht einem Volumen von 18,4 Mrd. DKK (2,47 Mrd. EUR). Die meisten der rund 453 Projekte könnten recht kurzfristig gestartet werden. Das würde die Finanzen des Staates nicht belasten, sondern aus den Mitteln des Fonds finanziert werden. Ein Großteil der Projekte hat einen Wert von weniger als 40 Mio. DKK (5,36 Mio. EUR), daher eignen sie sich auch für kleinere und mittlere Betriebe. Architekten und Berater könnten sofort loslegen.

In einer Pressemeldung von Dansk Byggeri aus dieser Woche heißt es, die Politik habe sehr positiv zu den Vorschlägen zur Verbesserung des Handwerkerabzugs geäußert und würde jetzt die Auswirkungen der vorgeschlagenen Maßnahmen genauer untersuchen.

Quelle: Bygtek.dk

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